Neßmersiel

Insel Baltrum

Klein, aber fein – das ist die Insel Baltrum, die rund fünf Kilometer vor der ostfriesischen Küste liegt. Einzige Verbindung mit dem Festland ist (neben einem kleinen Flugplatz) die Fähre der Baltrum-Linie. Diese pendelt vom Fähr- und Yachthafen Neßmersiel in etwa einer halben Stunde auf die Insel. Bei klarer Sicht lassen sich auf der Überfahrt sogar die Seehundbänke vor der Nachbarinsel Norderney beobachten.

Baltrum-Karte von 1805 – Quelle: gemeinfrei

Nordseeheilbad

Mit gut sechs Quadratkilometern ist Baltrum ist die kleinste der bewohnten Ostfriesischen Inseln. Schon seit 1876 trägt sie den Titel Seebad und darf sich seit 1966 „Nordseeheilbad“ nennen. Ein Anwendungsschwerpunkt sind Thalasso-Kuren – Heilverfahren mit Meerwasser. Das Meerwasserschwimmbad „SindBad“ öffnet etwa von März bis November und ist nicht nur bei Kurgästen, sondern auch bei Tagesbesuchern beliebt.

Transportkutsche auf der Insel – © Kurverwaltung Baltrum

Einen Besuch wert sind außerdem das Heimatmuseum im alten Zollhaus sowie das Nationalpark-Haus, das sich dem Thema Gezeiten widmet. Auch auf dem sieben Kilometer langen „Baltrumer Gezeitenpfad“ kann der Besucher Wissenswertes über Ebbe und Flut erfahren. Das Wahrzeichen Baltrums ist die „Inselglocke“, die eigentlich von einem gestrandeten Segelschiff stammt und heute vor der „Alten Inselkirche“ an einem Holzgerüst pendelt.
.

Per Fähre oder zu Fuß

Die Überfahrt von Neßmersiel ist tideabhängig: Die Fahrrinne zwischen Festland und Insel führt nur bei Flut ausreichend Wasser für das Fährschiff. Daher wechseln die Fährzeiten von Tag zu Tag. Die aktuellen Zeiten gibt es hier. Autos dürfen übrigens nicht mit auf die Insel, sondern parken in Neßmersiel – je nach Wunsch – auf offenen Parkflächen oder in Garagen. Baltrum ist weitgehend autofrei, beliebtestes Verkehrsmittel sind Pferdekutschen.

Wer es nicht eilig hat und die Natur erspüren will, kann stattdessen durch das Watt wandern (aber natürlich nur unter professioneller Führung). Etwa 2,5 Stunden dauert ein Weg.