Neßmersiel

Ausflugsziele

Im Ostfriesland wird es nie langweilig. Wie stellen Ihnen hier einige tolle Ausflugsziele vor, die Sie von Neßmersiel in weniger als einer halben Stunde mit dem Auto erreichen können. Der Insel Baltrum haben wir sogar ein eigenes Kapitel gewidmet.

Schloss Dornum – © Dieter Schütz / Pixelio.de

Dornum (sieben Kilometer)

Bereits im Mittelalter war Dornum ein wichtiger Herrschaftssitz. Von hier aus regierten ostfriesische Häuptlinge das Umland. Nicht weniger als drei Burgen entstanden im Stadtgebiet. Von ihnen sind die Beningaburg und das Wasserschloss bis heute erhalten. Das im 14. Jahrhundert errichtete Wasserschloss ist alljährlich Schauplatz für Ritterspiele und kulturelle Veranstaltungen. Sehenswert sind weiterhin der historische Ortskern, die St.-Bartholomäus-Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die Synagoge sowie die Bockwindmühle.

Zu Dornum gehört auch der Küstenort Dornumersiel. Einen Ausflug wert sind der kleine Sandstrand, das beheizte Meerwasserfreibad sowie die Spielscheune mit Minigolfanlage.

Schloss Lütetsburg (13 Kilometer)

Brücke im Schlosspark Lütetsburg – © SueSchi / Pixelio.de

Wie die Dornumer Burgen geht auch das Wasserschloss Lütetsburg auf ein ostfriesisches Häuptlingsgeschlecht zurück: Das Geschlecht der Manninga regierte hier schon im 13. Jahrhundert. Leider ist von dem ursprünglichen, mittelalterlichen Bau nichts mehr erhalten. Das heutige, vierflügelige Schloss ist noch immer eindrucksvoll, aber neuzeitlichen Datums. Berühmt ist vor allem der Schlosspark, ein im „englischen Stil“ angelegter Landschaftspark mit frühromantischen Stilelementen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein kleiner öffentlicher Golfplatz.
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Historisches Norden (16 Kilometer)

Norden zählt zu den ältesten und schönsten Städten des Ostfrieslands. Eine erste Siedlung bestand hier vermutlich schon im 9. Jahrhundert n.Chr. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Ludgerikirche erbaut, die größte Kirche Ostfrieslands. Ihr kostbarster Besitz ist die Barockorgel des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger.

Die Ludgerikirche ist Teil des bemerkenswerten Bauensembles rund um den baumbestandenen Marktplatz. Besonders markant sind die „Dree Süsters“ (Drei Schwestern): drei ausdrucksstarke Renaissance-Bauten, die um das Jahr 1600 entstanden sind. Nur 200 Meter entfernt befindet sich eine typisch ostfriesische Institution, das Teemuseum. Wie die Dree Süsters ebenfalls aus der Renaissance stammt das Schöninghsche Haus in der Osterstraße. Sehenswert sind auch die drei historische Windmühlen, die etwa außerhalb von Nordens Altstadt liegen.

Norddeich: Seehunde, Ocean Wave und Fährhafen (17 Kilometer)

Ein Highlight vor allem für die Kinder ist ein Besuch in der Seehundstation Nationalpark-Haus im Norder Stadtteil Norddeich. In der Station werden Seehunde und vereinzelt auch Kegelrobben, die (meist durch menschlichen Einfluss) ihre Mutter verloren haben, aufgezogen und später wieder ausgewildert. Besucher können die Tiere beobachten und einiges über ihren Schutz und ihre Lebensweise erfahren.

Fütterung mit Tim Fetting – @ Seehundstation Norddeich

Direkt neben der Seehundstation liegt das „Ocean Wave“ – das populärste Erlebnisbad in weitem Umkreis. Es wird mit Meerwasser gespeist und überzeugt mit einem Wellengang, der nur in der Nordsee selbst schöner sein kann…

Zur Seehundstation gehört auch das „Waloseum“. Diese Einrichtung vereint eine Quarantänestation für Seehunde, eine umweltpädagogische Ausstellung zur Küsten-Vogelwelt, eine Muschel- und Schneckenausstellung sowie eine (nicht öffentlich zugängliche) Vogelpflegestation. Das Waloseum befindet sich nordöstlich von Norden an der Ostermarscher Straße. Als wohl eindrucksvollstes Exponat zeigt die Ausstellung das vollständige Skelett eines vor Norderney gestrandeten Pottwals.

Nicht zuletzt trägt Norddeich das Prädikat „Nordseeheilbad“ und ist zugleich der Fährhafen zu den Inseln Juist und Norderney. Dank ausgebauter Fahrrinne lässt sich Norderney fast bei jeder Witterung erreichen. Rund 50 Minuten dauert die Überfahrt, auf die sogar das Auto mitkommen darf.